Netzwartung

Um das Pagernetz hochverfügbar und ausfallsicher zu halten, sind regelmäßige Wartungen der Sendeanlagen obligatorisch, so werden zumindest eimal im Jahr sämtliche Alarmierungsstandorte angefahren. Wartungsintensive Sender, also zB. jene auf Lagerhaussilos, an denen die Systemtechniken starker Verschmutzung ausgesetzt sind, sogar bis zu 4 Mal jährlich.

Die Sendestandorte werden dabei einer genauen Sichtkontrolle unterzogen, sämtliche Schraubverbindungen an Antennen, Parabolspiegeln und deren Tragwerke werden überprüft und gegebenenfalls nachgezogen, durch Eisabfall beschädigte Teile werden getauscht. Die Koaxialkabel werden auf Beschädigungen untersucht, eventuell defekte Klemmen ersetzt. Die Antennenanlagen werden außerdem bei jedem Service mit einem Spectrum Analyzer neu eingemessen. Die Systemtechnik im Gebäudeinneren wird gereinigt, sämtliche Lüfter ausgeblasen und im Bedarfsfall getauscht, Kabel und Steckverbinder überprüft, eventuell notwendige Updates vorgenommen. Der FI/LS wird einer Funktionskontrolle unterzogen, Akkus werden überprüft und gegebenenfalls getauscht, spätestens alle 3 Jahre werden diese dann jedenfalls gewechselt.
Selbstverständlich werden sämtliche Arbeiten in einem elektronischen Wartungsprotokoll erfasst, Änderungen an den Sendeanlagen in unsere Doku aufgenommen.

Funknetzplanung und Netzoptimierung

Je nach aktuellen Anforderungen wurden und werden die erforderlichen Gebiete auf- oder ausgebaut bzw. auch einzelne Basisstationen als „Inseln“ in Betrieb genommen, wenn nur eine lokale Alarmierung gewünscht oder nötig ist. Diese Inseln können sich auch in anderen Bundesländer oder Staaten befinden.

Netzabdeckung
Netzabdeckung im Bundesland NÖ

 

Für die Grundversorgung wurden vor allem Standorte berücksichtigt, die für das zu versorgende Gebiet sehr gute Ausleuchtungen haben (ORF-Sender, Mobilfunksender, EVN-Sender, Getreidesilos, usw.). Etliche Pagernetz-Sender befinden sich auf Rettungsdienststellen, Christophorus- Stützpunkten oder Landeskliniken.

 

 

Störungsstatistik 2018

Im Jahr 2018 gab es insgesamt 41 Störungen mit Handlungsbedarf vor Ort, davon 16 während der Arbeitszeit, 25 in der Nacht/am Wochenende/an Feiertagen.

Es wurden zur Störungsbehebung 195,25 Stunden vor Ort aufgewendet (vom Aus- bis zum Einrücken, ohne Vor- und Nacharbeiten) und 7.085 Kilometer gefahren.

Nicht inkludiert sind hier jene Störungen, bei denen kein Vor-Ort-Eingreifen notwendig war, aber zumindest Telefonate (RLH, CC-Ost, EVN, Bauern zum FI einschalten etc.) und kleine Störungen/Schäden, die schon bei der regelmäßigen Wartung erkannt und behoben werden konnten.

Störungsarten

  • 16 Störungen wetterbedingt (Eis, Reif, Schnee, Sturm, Blitzschlag)
  • 10 Störungen durch defekte elektronische Bauteile
  • 1 Stromstörung (länger anhaltend, Aggregat notwendig)
  • 14 sonstige (Mäuseschaden, Langzeitschäden an Kabeln/ Steckern, Modem bei den MS, von Kran beschädigter/ verstellter Parabolspiegel bei der Genrali Arena …)

Störungsdatum

  • Die meisten Störungen waren im November (8), Dezember (6), Oktober (5)
  • Die wenigsten im April (0), Mai und Juni (je 1)
  • Die längste störungsfrei Zeit von 9.März bis 10. Mai
  • Die meisten Störungen innerhalb kurzer Zeit von 19. November bis 27. November (8), alle wetterbedingt (Schnee, Eis)

Störungsorte

  • Mostviertel 23 Störungen
  • Waldviertel 9 Störungen
  • Industrieviertel 4 Störungen
  • Weinviertel 4 Störungen
  • Wien 1 Störung