Netzüberwachung – Netzwartung

Das gesamten Alarmierungsnetz wird fernüberwacht (Netzstrom vorhanden, Tx/Rx-Fehler, Controllerfehler, RSSI-Werte, Segmente, Ein- und Ausgangskontakte, lokale Alarme, Akkuspannung, Controller- und Sendertemperatur, usw.). Von jedem einzelnen Standort kann zu jedem anderen Standort der RSSI-Pegel gemessen werden, es ist also jederzeit im Echtbetrieb zu sehen, wie die Standorte zueinander im Sende-undEmpfangsbetrieb stehen, womit die notwendige Ringverteilung geplant werden kann.

Alle Senderstandorte können direkt fernkonfiguriert werden (Tx-Power, Neustart, Aussendemuster, Segmente, Rückmeldeszenarien, usw.). Vorgefertigte Szenarien können jederzeit das gesamte Alarmierungsnetz in einen anderen Netzbetriebsmodus schalten.

PIM (Paging Information and Monitoring)

Das PIM (Paging Information and Monitoring) ist eine eigens von uns entwickelte und programmierte App, in der alle für uns wichtigen Daten sämtlicher Pagernetz-Sendeanlagen hinterlegt und für uns von überall aus abrufbar sind.

Alle Sender sind dort nicht nur alphabetisch oder nach Entfernung vom aktuellen Standort aufgelistet, sondern auch in einer Übersichtskarte mit überlagerten Wetterinformationen dargestellt. 

Unter dem jeweiligen Alarmierungsstandort haben wir dann Zugriff auf sämtliche Fotodokumentationen und Stammdaten, Antennenhöhen, Kontakte, Dokumente und Pläne, Gefahren, notwendige PSA  (Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz), aber auch zu live-Daten wie etwa BS-Controller, Digitale Aus- und Eingänge, GPS, Stromversorgung, TX/ RX, relevante Temperaturen, Alarmkontakte und Webcams. Diese Daten werden außerdem in einem Logfile gespeichert.

Im dazu gehörigen Wartungs-Protokoll werden sämtliche Arbeiten sowie mit dem Sitemaster ermittelte Messkurven gespeichert, aber auch durchgeführte Tätigkeiten bei eventuellen Störungen dokumentiert. In die ToDo-Liste können wir offene Arbeiten eintragen. In urbanen Regionen sind die Sendeanlagen meist leicht zu finden, für unsere Alarmierungsstandorte in ländlichen Gegenden ist zusätzlich zum GPS-Punkt des Senders selbst, auch der letzte für jedes Straßen-Navigationssystem verfügbare Punkt hinterlegt, von dort aus gibt es dann einen genau Wegbeschreibung und ein GPX-File, so sind für unsere Techniker auch die entlegensten Sender mit oft mehreren Kilometern Zufahrt oder Zustieg selbst bei viel Schnee, Nebel und Dunkelheit leicht zu finden.

Selbstverständlich sind die Daten für uns auch offline und somit auch im Falle eines Blackouts verfügbar.

Netzwartung

Um das Pagernetz hochverfügbar und ausfallsicher zu halten, sind regelmäßige Wartungen der Sendeanlagen obligatorisch, so werden zumindest eimal im Jahr sämtliche Alarmierungsstandorte angefahren. Wartungsintensive Sender, also zB. jene auf Lagerhaussilos, an denen die Systemtechniken starker Verschmutzung ausgesetzt sind, sogar bis zu 4 Mal jährlich.

Die Sendestandorte werden dabei einer genauen Sichtkontrolle unterzogen, auch unsere Drohnen kommen dabei zum Einsatz.

Sämtliche Schraubverbindungen an Antennen und deren Tragwerken werden überprüft und gegebenenfalls nachgezogen, durch Eisabfall beschädigte Teile werden getauscht. Die Koaxialkabel werden auf Beschädigungen untersucht, eventuell defekte Klemmen ersetzt. Die Antennenanlagen werden außerdem bei jedem Service mit dem Sitemaster, einem Antennen-, Kabel- und Spektrum-Analysator überprüft. Bei den damit durchgeführten Return-Loss-, Cable-Loss- und Distance-to-Fault-Messungen können so rasch auch kleine Fehler erkannt und lokalisiert werden. Auch die Ausgangsleistung wird im Zuge der Messungen ermittelt. Die Systemtechnik im Gebäudeinneren wird gereinigt, sämtliche Lüfter ausgeblasen und im Bedarfsfall gemeinsam mit den Filtern getauscht; Kabel und Steckverbinder überprüft, sowie eventuell notwendige Updates vorgenommen. Der FI/LS wird einer Funktionskontrolle unterzogen, Akkus werden überprüft und gegebenenfalls gewechselt, spätestens alle 5 Jahre werden diese dann jedenfalls ausgetauscht.

Selbstverständlich werden sämtliche Arbeiten in einem Wartungsprotokoll in der von uns selbst entwickelten App (PIM – Paging Information and Monitoring) erfasst.

Funknetzplanung und Netzoptimierung

Je nach aktuellen Anforderungen wurden und werden die erforderlichen Gebiete auf- oder ausgebaut bzw. auch einzelne Basisstationen als „Inseln“ in Betrieb genommen, wenn nur eine lokale Alarmierung gewünscht oder nötig ist. Diese Inseln können sich auch in anderen Bundesländer oder Staaten befinden.

Netzabdeckung
Netzabdeckung im Bundesland NÖ

Für die Grundversorgung wurden vor allem Standorte berücksichtigt, die für das zu versorgende Gebiet sehr gute Ausleuchtungen haben (ORF-Sender, Mobilfunksender, EVN-Sender, Getreidesilos, usw.). Etliche Pagernetz-Sender befinden sich auf Rettungsdienststellen, Christophorus-Stützpunkten oder Landeskliniken.

Störungsstatistik

Die Auswertung aller Störungen finden Sie auf unserer Statistikseite