Netzwartung

Um das Pagernetz hochverfügbar und ausfallsicher zu halten, sind regelmäßige Wartungen der Sendeanlagen obligatorisch, so werden zumindest eimal im Jahr sämtliche Alarmierungsstandorte angefahren. Wartungsintensive Sender, also zB. jene auf Lagerhaussilos, an denen die Systemtechniken starker Verschmutzung ausgesetzt sind, sogar bis zu 4 Mal jährlich.


Die Sendestandorte werden dabei einer genauen Sichtkontrolle unterzogen, sämtliche Schraubverbindungen an Antennen, Parabolspiegeln und deren Tragwerke werden überprüft und gegebenenfalls nachgezogen, durch Eisabfall beschädigte Teile werden getauscht. Die Koaxialkabel werden auf Beschädigungen untersucht, eventuell defekte Klemmen ersetzt. Die Parabolspiegel werden außerdem bei jedem Service mit einem Spectrum Analyzer neu eingemessen. Die Systemtechnik im Gebäudeinneren wird gereinigt, sämtliche Lüfter ausgeblasen und im Bedarfsfall getauscht, Kabel und Steckverbinder überprüft, eventuell notwendige Updates vorgenommen. Der FI/LS wird einer Funktionskontrolle unterzogen, Akkus werden überprüft und gegebenenfalls getauscht, spätestens alle 3 Jahre werden diese dann jedenfalls gewechselt.
Selbstverständlich werden sämtliche Arbeiten in einem elektronischen Wartungsprotokoll erfasst, Änderungen an den Sendeanlagen in unsere Doku aufgenommen.

Blackout-Vorsorge

Die Senderstandorte selbst sind überlappend aufgebaut, sollte also ein Standort durch eine Störung komplett ausfallen, werden die Pager einfach durch die Nachbarsenderstandorte ausgelöst.

Sämtliche Senderstandorte sind batteriegepuffert und teilweise automatisch notstromversorgt. Für längerfristige Stromausfälle (Blackout) haben wir an die 50 Aggregate, die nach einem ausgeklügelten Plan landesweit eingesetzt werden können. Damit sind wir tagelang unabhängig von externer Stromversorgung ….

 

Funknetzplanung und Netzerweiterung

Je nach aktuellen Anforderungen wurden und werden die erforderlichen Gebiete auf- oder ausgebaut bzw. auch einzelne Basisstationen als „Inseln“ in Betrieb genommen, wenn nur eine lokale Alarmierung gewünscht oder nötig ist. Diese Inseln können sich auch in anderen Bundesländer oder Ländern in Europa befinden – einzige Bedingung ist, dass sich das Gebiet noch in der Ausleuchtzone unseres Satelliten befindet.

Netzabdeckung
Netzabdeckung im Bundesland NÖ

Für die Grundversorgung wurden vor allem Standorte berücksichtigt, die für das zu versorgende Gebiet sehr gute Ausleuchtungen haben (ORF-Sender, Mobilfunksender, EVN-Sender, Getreidesilos, usw.). Etliche Pagernetz-Sender befinden sich auf Rettungsdienststellen, Christophorus- Stützpunkten oder Landeskliniken.

Für die Netzverdichtung werden nun vor allem auch Synergien zu den Antennentragwerken des TETRA-Digitalfunk bevorzugt, da diese funktechnisch ebenfalls sehr gut liegen und somit gemeinsam mit dem Land NÖ betrieben werden können, was wechselseitig die Betriebskosten senkt. Auch für die Standorteplanung, Baubegehungen, Einreichpläne usw. können hier sehr viele Synergien genutzt werden. Daher erfolgt die Netzverdichtung in enger Zusammenarbeit zwischen Technikern von NOTRUF NÖ und Technikern der NÖ-Landesabteilung IVW4.

Advertisements