F&A

Wie wird eine neue Alarmmeldung quittiert?

Mit der farbigen Taste. Nach einmal Drücken hört der Pager auf zu piepsen, danach muss (ebenfalls mit der farbigen Taste) der Text vollstzändig gelesen werden.

Warum geht trotz Quittierung der Pageralarm wieder los?

Die Meldung muss mit der farbigen Taste VOLLSTÄNDIG gelesen werden. Aus Sicherheitsgründen gilt ein bloses Abdrücken des Alarmes nicht, man muss auch die Meldung vollständig lesen.

Der Pager hat erst eine Meldung erhalten, diese wurde auch ganz gelesen und trotzdem geht der Alarm wieder los?

Eine ÄLTERE Meldung wurde noch NICHT GANZ gelesen. Der Pager wurde nach der Produktion mit mehreren Rufen getestet. Natürlich erkennt der Pager auch diese Testrufe als ungelesen. Sobald ALLE Meldungen ganz gelesen wurden, geht auch der Pageralarm (=Rufwiederholung) nicht mehr los.

Alle Meldungen wurden ganz gelesen und trotzdem geht der Alarm wieder los?

Die „neue“ Meldung wurde zu „schnell“ GELÖSCHT. Aus Sicherheitsgründen schickt die Alarmzentrale innerhalb einer Minute jeden Ruf 3x aus, welche der Pager vergleicht. Ist der Textinhalt der gleiche wie bei den ersten Rufen erkennt dies der Pager und werten diesen nur 1x aus. Wurde die Meldung bereits gelöscht, wird diese natürlich als neue Meldung angezeigt, da ja der Pager keinen Ruf mehr zum Vergleichen hat.

Der Pager funktioniert bei der Alarmierung einwandfrei, macht ab und zu aber kurze Piep-Töne?

Der kurze Piep-Ton ist der Feldstärkealarm, im Display erscheint auch ein einsprechendes Symbol.  D.h. der Pager ist ausserhalb der Reichweite einer Basisstation, damit er einen neuen Alarm empfangen kann. Der Feldstärkealarm dient somit der Sicherheit, damit der Pagerträger immer weiß, ob sich der Pager in empfangsbereiter Umgebung befindet.

Der Feldstärkealarm ist eine Vorsichtsmaßnahme, damit bei möglichen Einschränkungen des Pagers oder des Pagernetzes keine Alarmierungsverzögerungen auftreten.
Wie soll man sich bei Feldstärkealarm verhalten?

  1. Wenn auf dem Pager der Feldstärkealarm aufscheint, zunächst versuchen den Standort zu ändern, da der Pager ja eventuell einfach lokal keinen Empfang hat
  2. Besteht der Feldstärkealarm weiterhin oder über mehrere Minuten, dann ist besonders auf alternative Alamierungsvarianten zu achten

Im Vergleich zu analogen Netzen, wo diese Möglichkeit gar nicht besteht, wird beim digitalen Pagernetz von den Pagern permanent der Empfang überwacht (also ob der Pager in der Reichweite eines Senders ist). Dazu sendet das Alarmierungsnetz regelmässig ein Referenzsignal aus, welches von den Pagern empfangen wird. Solange das Signal von den Pagern empfangen wird, bleibt der Pager in Rufbereitschaft. Wenn jedoch der Pager keinen Empfang mehr haben sollte, gibt er einen akustischen Alarm zur Warnung ab. Zusätzlich erscheint im Display das Symbol für die Feldstärkewarnung. Sobald der Pager wieder eine Feldstärke empfängt, erlischt das Symbol im Display und der Pager ist wieder in Rufbereitschaft.

Der Pager kann 15 Rufe speichern. Was passiert, wenn ich vergesse die Rufe zu löschen und es kommt ein neuer Ruf?

Auch wenn der Menüspeicher voll ist weil keine Rufe gelöscht wurden, kann natürlich auch ein „neuer“ Alarm empfangen werden. Der Pager löscht dann automatisch den ältesten Ruf, damit wieder Platz für den neusten Ruf ist.

Warum sind manche Pager leiser oder lauter?

Alle Pager sind gleich laut programmiert. Die Lautstärke kann durch die Mitarbeiter aus Sicherheitsgründen nicht verändert werden. Jediglich persönliche Pager oder Sonderpager wie Dienstaufsichten usw. haben die Möglichkeit, den Pager auf stumm zu schalten. Der Vibrator kann bei manchen Pagertypen nicht deaktiviert werden.
Der Pager hat auf der Stirnseite ein kleines Loch, hinter welchem sich der Lautsprecher befindet. Die Ursache für einen „leiseren“ Pager war bist jetzt immer, dass dieses Loch überklebt wurde (z.B. mit P-Touch-Bändern zwecks Pagerkennzeichnung) und sich somit der Schall des Lautsprechers natürlich nicht mehr ausbreiten konnte.

Das Display ist ausgefallen?

Der Pager hat einen ECO-Mode (Economy). Dieser kann im Menü eingeschalten werden was zur Folge hat, dass das Display stromlos gemacht wird (ähnlich einem Bildschrimschoner am PC). Natürlich ist der Pager weiterhin auf Empfangsbereitschaft, sobald ein Alarmtext empfangen oder eine Taste am Pager gedrückt wird, wird vom ECO-Mode wieder automatisch auf normalen Betriebsmodus umgeschalten. Bei eingeschaltenem ECO-Mode kann die Lebenszeit der Batterie spürbar verlängert werden.

Kann man analoge und digitale Pager innerhalb einer Feuerwehr auch gleichzeitig nutzen?

Ja! Ein Parallelbetrieb von analogen und digitalen Pagern während der Umstellungsphase ist möglich (auch innerhalb der Feuerwehren kann gemischt werden), da ja auch noch für einige Zeit das analoge Warn- und Alarmsystem in Betrieb sein wird. Der Parallelbetrieb muss nicht gesondert gemeldet werden, es werden für alle Feuerwehren alle Alarmierungen während der Umstellungsphase sowohl analog als auch digital ausgesendet.

Können die digitalen Pager der Feuerwehr auch Proberufe erhalten?

Ja! Es können auch automatische Probealarme abgesetzt werden. Durch verschiedene Alarmschleifen (neben die von jeder einzelnen Feuerwehr gewünschten Schleifen wird auch jeder Pager standardmäßig eine „Bezirksschleife“ und „Landesschleife“ haben), können aus technischer Sicht die Probealarme rasch und gezielt abgesetzt werden. Eine Anwendung für die „Landesschleife“ ist zum Beispiel, dass alle digitalen Pagern aller Feuerwehren exakt jeden Samstag um 12.00 Uhr einen automatischen Proberuf geschickt bekommen (sinngemäß zur Sirenenprobe). Ob und welche automatischen Proberufe an bestimmte (oder alle) Rufempfänger geschickt werden, hat nichts mit dem Alarmierungsnetz zu tun sondern wird vom Landesfeuerwehrverband bzw. den BAZen und der LWZ festgelegt. Außertourliche Proberufe können für die eigenen Feuerwehr mittels unserer Weboberfläche ALARMBASE ausgelöst werden.

Muss man für die digitale Alarmierung den Sirenensteuerempfänger im Feuerwehrhaus umbauen?

Nein! Das digitale Alarmierungsnetz hat seine eigene Infrastruktur, diese Technik hat nichts mit dem bestehenden Warn- und Alarmsystem zu tun und befindet sich auch nicht auf Feuerwehrhäusern, sondern großteils an Antennentragwerken auf höher gelegenen Standorten (Rundfunksender, Mobilfunksender, TETRA-Sender, Getreidesilos, usw.). Aus diesem Grund kann auch auf einfache Art ein Parallelbetrieb zwischen analog und digital betrieben werden.

 

Wie kann man einen digitalen Pager programmieren lassen, bzw. wer macht es, wenn mann z.B. bei einer Betriebsfeuerwehr, bei einer freiwilligen Feuerwehr und beim Roten Kreuz ist?

Je nachdem über welche Organisation der Pager bestellt wird (diese ist der „Hauptbesitzer“ vom Pager und macht somit auch die Programmierung), einfach bei der Bestellung angeben, für welche Organisationen der Pager noch verwendet werden soll. Bevor der Pager organisationsübergreifend alarmiert wird, folgt noch intern eine formlose „Freigabe“ der jeweiligen anderen Organisation, damit nicht jemand Alarmierungen bekommt, welche er/sie gar nicht erhalten darf.

Bekommt man die Alarmierung überall oder nur in einem gewissen Radius um das eigene Feuerwehrhaus (unsere analoge Alarmierung ist auf ca. 2-4km begrenzt)?

Die Alarmierung über das digitale Pagernetz ist nicht „lokal begrenzt“, sondern jede Alarmierung erfolgt immer landesweit und gleichzeitig (jeder Ruf wird synchron über alle Alarmierungsstandorte gleichzeitig ausgesendet). Man empfängt die Alarmierung der eigenen Feuerwehr also genauso in Baden, Zwettl oder Wien, als wenn man sich direkt in der Ortschaft der eigenen Feuerwehr aufhalten würde.

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